DJI E310 Antriebssystem Review , Test des neuen Antrieb

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Knarfboy
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DJI E310 Antriebssystem Review , Test des neuen Antrieb

#1 Beitragvon Knarfboy » So 29. Nov 2015, 18:09

Wegen der Diskussion, welcher Phantom 3 die bessere Performance hat. Ob der Phantom 3 Pro / Advanced , der ersten Generation welche mit 2310 Motoren wie im E310 Kit enthalten sind, ausgerüstet ist. Oder der Phantom 3 Pro / Adv. der jetzigen Generation, welcher mit den 2312E Motoren welche im E305 Kit und im Phantom 3 Standard enthalten sind, ausgestattet ist. DJI Gibt beim 2312E 7% mehr Performance an. ob DJI dies beim P3 durch die Firmware angeglichen hat oder ob der neue wirklich mit einer längeren Flugzeit daherkommt, wird ein Flugzeittest mit dem Phantom 3 belegen.
Die Ergebnisse werden nachgeliefert, sobald das Wetter und eine gute Gelegenheit den Test möglich macht.
Vorher hier einmal ein guter Artikel über die Grundlagen. Ein ähnlicher Beitrag zum 2312E (E305) existiert im gleichen Forum.

Autor gervais (fpv-community.de)

DJI E310 Propulsion Test Review , Tauglicher, neuer Auftrieb für kleine Copter ?
DJI E310 Propulsion Review , Test des neuen Antrieb: Motor, ESC und Propeller... Alter Wein in neuen Schläuchen oder wirklich neu ?

Einleitung

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Wer sich 2014 noch darüber gewundert hat, dass DJI mit den E300 / E600 Propulsion Sets einen so erfolgreichen Start gehabt hat, dass sich viele Marktbegleiter veranlasst sahen, Konzept und Design zu kopieren, war 2015 nicht mehr überrascht, dass auch in diesem Jahr drei neue Antriebssysteme vorgestellt wurden: Mit den Propulsion E310, E800 , E1200 deckt DJI jetzt sämtliche gängige Größen für den Multicopter Markt ab.

Dennoch durfte man staunen : Hat sich DJI bisher darauf beschränkt, primär bestehende Technik zu verfeinern und im Set aufeinander abzustimmen, wobei eher die einfache Systemintegration im Vordergrund stand, wurde mit den neuen Baureihen vollständig neue Technologie eingeführt

Motoren mit perfekter Wicklungstechnik (Single Strand Wiring) und ESC, welche diese mit Sinus Signalen ansteuern, stellen eine Weltneuheit im Segment kleinerer und mittlerer Multicopter dar. Man kennt diese Technologie zwar schon lange, sie kommt u.A. industriell und auch in höherwertigen Elektrofahrzeugen zur Anwendung, war aber im Modellbau Massenmarkt aus Kostengründen bislang nicht vertreten.

Da verwundert es nicht, dass die DJI Motorenentwicklung jetzt als DJI Propulsion Lab auf den Produkten ins Licht der Öffentlichkeit rückt. Auch ein Created in China kündet vom neuen Selbstbewußtsein einer Abteilung, die sich früher darauf beschränken mußte, Beigaben für RTF Multicopter oder Kits beizusteuern. Dazu mag auch beigetragen haben, dass das DJI Propulsion Team auf RCGroups seit 2013 kontinuierlich persönlich Kontakt zum Kunden hat, fernab vom üblichen Marketing Geschwafel. Es gibt konstruktives Feedback und Insiderwissen, in dieser Form und Kontinuität einmalig bei großen Herstellern, bei denen üblicherweise ahnungsarme Marketing Leute oder Vertriebler Interesse simulieren.

Genug davon,der folgende Bericht soll klären, ob dieses neue Selbstbewußtsein in Hinblick auf das Einsteigerset DJI Propulsion E310 gerechtfertigt ist.

Alter Wein in neuen Schläuchen oder primus inter paris ?


Beschreibung, erster Eindruck

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Normalerweise rechtfertigt eine Verpackung keine Abbildung oder auch nur eine Zeile, denn oft besteht das Unboxing (Das war auch bei DJI so bis zum E300/600 Set) im Aufreißen von Tüten oder hauchdünnen Pappschachteln, in die Motoren und ESC lieblos hineingestopft werden. Adieu Bulk: Die E310 Propulsion Verpackung (hier das Quad Rotor Set mit 4 Stck. 20A Reglern / 2312-960KV Motoren) kommt wie auch sein Vorgänger, das E300 Kit in einer Art Geschenkverpackung, Motoren und Regler sorgfältig mit gefalteten Kabeln separiert. Auch ein USB Interface zur Programmierung der ESC ist enthalten. 8 Propeller kommen lose, aber in einem separatem Karton. Nicht abgebildet ist die Bedienungsanleitung, in der die Montage bebildert erklärt wird.

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Die mattgrauen Propeller (9.4x4.5, 240mm,12,6g) kommen mit integriertem Gewinde, welches in Schwarz und Silber (R/L) eingefärbtem Center auf den jeweilig passenden Motoren mit R/L Gewinden, in Drehrichtung selbstsichernd wirkt. (self tightning). Homogene, matte Oberfläche, keine Schwimmhäute: Gut gemacht. Die E300/P2 9443 Vorgänger mit eingepasster Mutter sollen nicht mehr verwenden werden, da die Active Braking Funktion der neuen E420ESC erhöhte Haltekraft erfordert.

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Die E310 Propeller (9450) sind der eigentliche Grund für die Performance des E310 Propulsion Set : Nicht ohne Seitenhiebe auf Nachahmer wird neben dem Wirkungsgrad auch die Laufruhe (dynamische Wuchtung) betont: Eine Propellerwaage ist überflüssig, bzw. in Laienhand sogar kontraproduktiv. Wirklich effizient: Schon der Vorgänger dieser Propeller, der DJI 9443,der mit dem Phantom Vision eingeführt wurde, hat (auch in den Foren) vorwiegend sehr positive Reaktionen, besonders verlängerte Flugzeiten betreffend, ausgelöst. Der Erfolg brachte freilich viele, mehr oder (häufiger) minder gute Kopien mit sich. Speziell manche Carbon Kopien tendierten schon beim Anschauen zu splittern.

Erstmalig wurden die 2312 Motoren und 9543 Propeller, ab Herbst 2014, beim Phantom Vision+ v3.0 und dem Phantom 2 V2.0 (die mit dem Lipo in der Funke) eingesetzt.

Auch aufgerüstete Phantom 1.1.1 / 1.2 / 2 profitieren vom Upgrade mit dem 9450, indes kein Wunder, denn selbst eingefleischte DJI Fans wissen: Die früheren Slowflyer Propeller 8045 (Serienbestückung Phantom 1 , Beigabe F330, F450, F550 ARF Kit) und 1045 (Beigabe F450, 550 ARF Kit), von Spaßvögeln gerne Schlabberlöffel genannt, erklärten zunächst GoPro affinen Neueinsteigern die Begriffe Jello, und Anti Vibration Mount, erzwangen den Umgang mit Propellerwaage und Tesafilm und sorgten im Nachgang für sehr gute Umsätze von Aeronaut und Graupner E-Props. Das ist Geschichte.

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Die Kunststoffschatulle mit DJI Logo enthält zur Montage von Motoren und Propeller :

Schrauben: 30 Stck. M3x4.9x6.8, 30 Stck M3x5.5x4.5, 30 Stck. M2.5x5x1.2x1, vernickelt und mit Schraubensicherung beschichtet. Die Sucherei hat ein Ende.
Schrumpfschlauch : 10 Stck. Rot and 10 Stck. Schwarz in 5x20mm. Für das Batteriekabel ?
Verteiler: Mit kurzem Abstand, für das Koaxialkabel der ESC optimiert ( Kontaktabstand). Wow.
Hex Schlüssel: 1 Stck M2 , gute Qualität
3M Tape: 4 Stck zur Fixierung der ESC
Gabelschlüssel: Aufsteckbar auf die Glocke der DJI 2312 und 3508 Motoren (E600) zur Propeller Montage/Demontage. Praktisch.
Magnet im Deckel: Gut gemeint, zwingt aber zur sorgfältigen Auswahl des Aufbewahrungsorts. Fern von Kompass Sensorik...

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Die 420S ESC (Rating 20A, 4S LIPO), sind die eigentliche Sensation des E310 Propulsion Kits, sie kommen mit mehr Rechenleistung als mancher Flight Controller.Wofür der Aufwand ? Sie bieten, erstmalig in dieser Klasse, sinusförmige Ansteuerung der Motoren, Motorüberwachung, ein aktives Bremssystem, LED Steuerung , Data Interface, lassen sich mit einem DJI typischen Assistenten testen und einstellen, ohne dass man dafür ein Hochschulstudium abgeschlossen haben muss. Man versteht auf einmal, was die aufgedruckte, stolze Botschaft Created in China bedeutet.

Für das Verständnis, warum das DJI Propulsion LAB mit den E420ESC die erste weltweit verfügbare Sinusansteuerung für den Multicopter Massenmarkt eingeführt hat, wären aber tiefergehende Erkenntnisse erforderlich . Die DJI Antwort auf diese Frage fiel folgendermassen aus:

1. There are 2 types of 'ideal' motors. One has a trapezoidal shaped back EMF, the other has a sinusoidal shaped back EMF. For most RC model applications, motors are very close to the ideal sinusoidal case. Therefore, driving the sine-wave motor with trapezoidal current is very inefficient since the current harmonics does not generate average torque (the word average indicates that the torque does work). And this is why sine-wave drive is more efficient, and that is equivalent of saying it'll be cooler since less energy is converted to thermal energy.

2. Why is sine-wave drive motor smoother? One reason is the control algorithm is better and more sophisticated so that the commutation is under better control than a traditional BLDC drive. The other reason is that current harmonics generate torque but not 'average torque', technically it is called 'torque ripple', you can consider it equivalently as the cogging torque. Torque ripple is reduced by reducing current harmonics.

Alles verstanden ? Den meisten Lesern wird es hier wie dem Autor gehen: Zusammengefasst verspricht man sich effizienteren Betrieb, geringere Betriebstemperaturen (Lebensdauer) und einen ruhigeren Lauf. Speziell letzteres machte sich im Praxistest tatsächlich stark bemerkbar, während sich der messbare Effizienzvorteil in Grenzen hielt. Leider nicht darstellbar ist das hervorragende Ansprechverhalten und geringere Geräuschentwicklung. Da vermisst man weder SimonK noch BLHeli .

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Selbsterklärend: Der DJI Propulsion Assistent für die Antriebssysteme, mit dem LED eingestellt, FW Updates erfolgen und der Motor ausgewählt und getestet wird. Aktuell ist die Version des Assistent v1.4 und die Firmware v1.3

Prima: Die Stromversorgung ist mit einem Koaxialkabel realisiert (Nachvollziehbar lt. DJI CN : Better EMC and lower static magnetic interference), was das Verdrillen der Zuleitungen erspart und zudem eine saubere Montage erleichtert. Dazu passend der gratis Verteiler, klein und strahlungsarm. Gefällt.

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Weiterhin sind die Zuleitungen länger als die der Vorgänger : Mit 44/42,5cm Servo/Versorgung gehören auch bei größeren Rahmen Verlängerungen der Vergangenheit an, sofern nicht versteckt montiert werden soll. (E300 : 27/23cm) Gut, länger ist besser.

Mit 74x32mm Körpermaße sind die E420 ESC größer als die E300 ESC (62x25mm), mit 8 vs. 10,5 mm Höhe auch etwas höher, was daran liegt, dass man jetzt ein Kunststoffgehäuse verwendet. Dieses schützt Kühlkörper , Anschlussbuchsen für externe LED und Dataport genauso wie die Motorbuchsen und die zwei kleineren Low ESR Elkos. Die beidseitig flachen ESC kann man so abstandsfrei z.B. auf den F450/550 Armen oder an größere Motor Mounts montieren. Letzteres gefällt, indes wird mit rund 43g kein Leichtbau geboten. Das liegt freilich auch an den langen Koaxleitungen (ca. 10g). Insgesamt wirken die E420 ESC nicht nur zerstörungssicher, sondern auch erheblich wertiger als die in armseligen Schrumpfschlauch gekleideten Vorgänger und Wettbewerber. Luxus im Entry Level.

Wie die Motoren, sind auch die E420S ESC mit CE,FC RoHS und Entsorgungs Symbolik gekennzeichnet.

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Auch die 2312 Motoren (2312-960KV) vermitteln im mattschwarzem Finish mit 60,5g Gewicht (E300 54g) inkl. 18AWG Kabeln nicht mehr den Eindruck von altem Wein in neuen Schläuchen. Das liegt vor allem an der neuen Wicklungsqualität, Single Strand Wiring : Perfekte Wicklungen stärkerer Drähte lassen den Vorgänger, wie sämtliche Wettberber der Preisklasse wie ein zusammengeschustertes Billigprodukt aussehen. Weint der Tiger ? Dazu kommen vergrößerte Lager, insbesondere das gefährdete obere, ist jetzt fast doppelt so groß, was lange Haltbarkeit verspricht. Die Qualität der E300 Vorgänger, bereits mit NMB Lagern und zudem verbesserten Lagersitzen aus einer neuen Fertigungsstätte, war schon ein echter Fortschritt gegenüber den alten 2212 , aber die neuen E310 Motoren verweisen diese, wie auch die Konkurrenz, sichtbar in die Vergangenheit.

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Erstaunlich: Der rund 6g leichtere Vorgänger ist gar nicht so viel kleiner. Abschied nimmt man von früheren DJI Propellern ohne selbstsicherndes Gewinde, denn der 2312 bietet keine Abflachung der Achse. (Adieu DJI 1038, mein unzerstörbarer Anfängerprop)


Test Standschub vs. Leistungsaufnahme

Für einen Test bot sich (auch schon wetterbedingt), zunächst, die einfache Variante Standschub vs. Leistungsaufnahme , welche zwar keinen Unterschied im dynamischen Verhalten zeigt, aber schon im E300 Test dem tatsächlichen Verbrauch im Flugbetrieb erstaunlich realitätsnah nahe kam.

Testaufbau / Ablauf : ESC / Motor / Prop drückt (mindestens 50sec) über Hebel auf Waage, welche konstant den jeweiligen Schub (300,350,400g) anzeigt. Gleichzeitig wird die Leistungsaufnahme mit einem Logger erfasst und aufgezeichnet.. Um Fehler zu minimieren: Mehrfache Wiederholung mit neuen (vermessenen) 3s/2200mAh Batterien derselben Serie.

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Da lachen die Spötter: Hier zu sehen ist das E800 Set mit 6s Batterien. Das Bild des E310 Test Setups war ebenfalls Opfer des Festplattencrash, dem die frühere Version des Tests zum Opfer fiel. Es sah aber genauso aus.

Testergebnisse :

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Leistungsaufnahme bei 300g 34-36 Watt (11,7V/ 2,9A)

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Leistungsaufnahme bei 350g : 37-41 Watt (11,7V/ 3,4A)

http://fs2.directupload.net/images/150425/hhkgbfzz.jpg

Leistungsaufnahme bei 400g : 48-511 Watt (11,7V/ 4,3A)

Unterdimensioniert? Da DJI früher ihre F450 / F550 ARF Kit mit 30A ESC ausgestattet hat, könnte man vermuten, dass das E310 Propulsion Set mit 20A ESC zu schwach ausgelegt ist, bzw. keine Reserven hat. Das ist aber unbegründet: Im Test lag der maximale Verbrauch bei 800g/Achse (Nicht zur Nachahmung empfohlen !) nur bei knapp 13 A an 3S. Ergo: Reserve satt.


Fazit Standschub Szenario :

1. Die Messergebnisse, betr. E310 Set entsprechen in etwa den Ergebnissen, die DJI veröffentlicht hat (The current...of E310 .. at it rated 300 g thurst, is only 2.9 Amp).

2. Bemerkenswert ist die Leistungsaufnahme des E310 im Vergleich zum 8045 mit 2212 Setup. Ein Minderverbrauch von über 20% (10-11W / Achse) wird ehemaligen 8045 Benutzern deutlich längere Flugzeiten bescheren. Das war schon im Vergleich zum E300 Set so.

3. Das Ansprechverhalten (Beschleunigung und Abbremsen) ist deutlich verbessert worden. Das ist aber leider nicht darstellbar, ebenso wie die geringere Geräuschentwicklung der Antriebe selbst


Aufbau E310 Propulsion / F450 / NAZA / ZENMUSE Kit

Gewohnt einfach können auch Anfänger mit dem beschriebenen Set in kürzester Zeit einen Film und Fotocopter aufbauen. Hier bietet sich der DJI F450 Rahmen oder dessen Hexa Pendant F550 an. Diese Rahmen bieten sich speziell für Einsteiger an, denn neben ebenso unproblematisch wie der schnelle, übersichtlichen Aufbau ist der Bezug sehr preiswerter Ersatzteile. Tatsächlich empfiehlt sich das Original, denn die typischen Kopien kommen häufig mit weicheren Armen , dünneren Centerplates und z.T. auch mit mangelhafter Passung. Diese Nachteile rechtfertigen die Ersparnis von rund 20€ eher nicht.

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12 Lötstellen werden benötigt, wobei die nicht abgebildete PMU V-2 (BEC der NAZA) par. zur GCU V1 (Interface ZENMUSE Gimbal) angelötet wird. Hierbei ist es wichtig, dass die roten Kabel stets an die mit + Symbol gekennzeichneten Pads der unteren Centerplate gelötet werden. Die Koaxialkabel der E300 ESC wurden passend verkürzt. Bei Verwendung der richtungsgebundenen 9450 Propeller ist die Montage gemäß Abbildung einzuhalten. Die auf den Motoren angegebene Drehrichtung kann man, falls notwendig, durch den Umtausch zweier Steckverbindungen der ESC>Motor Verbindung erreichen. Achtung: Betreibt man die Motoren entgegen der aufgedruckten Drehrichtung, werden aus den selbstsichernden ...selbstlösende Propeller...

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Die Überstände der über 40 cm langen ESC Servokabel sind in einem Schrumpfschlauch versteckt. NAZA und V2 PMU werden mit Tape fixiert, die Status LED mit Kabelbinder am hinteren linken Arm, wobei darauf zu achten ist, dass die USB Buchse der LED Einheit nach hinten zeigt.

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Die E310 E420s ESC liegen im Gegensatz zu den alten DJI Opto 30A flach an den Armen an und werden mit Tape und Kabelbindern fixiert. Unterdeck: ZENMUSE GCU V1 sowie der Graupner GR-16 Rx .Etwas unglücklich, hält erstaunlicherweise aber doch: Fixierung der Landebeine mit jeweilig zwei Schrauben, die im Gegensatz zu denen der oberen Centerplate, nicht zur perfekten Positionierung der Arme beitragen. Die Zentrierung der unteren Centerplate wird nicht genutzt .

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Zwei Stunden später, nach 46 Schrauben und 12 Kabelbindern, ist der F450 mit E310 Propulsion Set fertiggestellt.

Für den Test wurde zusätzlich zum F450 ZENMUSE Promo Kit Copter mit NAZA V2, ein zweites, nahezu identisches Exemplar mit DJI A2 aufgebaut , der aber dank eingebautem Rx mit dem DJI Sender NDJ6 gesteuert wurde. Identisch mit der letzten Version des Phantom 2 Senders, gut für 1000m Reichweite.

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Praxistest:

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Ebenso überraschungsfrei wie der Aufbau gestaltete sich der Flugbetrieb: Sensationelles in Hinblick auf Flugzeiten und Agilität gibt es aber nicht zu berichten. Indes auch nichts Negatives. Die Propeller laufen geräuschärmer als die vormaligen 9443 (indes darf man keine flüsternden Graupner erwarten) und die Motoren wirken nochmals laufruhiger als ihre Vorgänger, was freilich bereits freilaufend und während der Standmessung bemerkbar war.

Nicht neu aber mittlerweile angstfrei ist es, den 1400€ GoPro A2 F450 mit werkzeugfrei, händisch festgezogenen Propellern aufsteigen zu lassen. Auch wenn das Phantom Publikum, welches früher häufig lautstark verlorengegangene 8045R samt dazugehöriger Prop Nut vermeldete, in dieser Hinsicht positiv (oder besser gar nicht) über die werkzeugfreien Propeller berichtete, konnte man skeptisch sein. Tempi Passati. Es funktioniert tatsächlich: Die Propeller des E310 Propulsion Systems ziehen sich so stark fest, dass der beiliegende Gabelschlüssel zum Lösen tatsächlich notwendig ist. Auch das Active Brake System hat nach knapp 50 Flügen keine Inspire Gefühle ausgelöst. Freilich Der Autor würde auch nicht zögern, die bisherigen weicheren 9443 oder 9450 mit Alugewinde einzusetzen, aber er weiß: Der Grip ist schlechter als beim neuen Modell. DJI rät deshalb ab.

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Der Test in der Luft bestätigte (in etwa) das Ergebnis der Messung an der Werkbank: Der F450 mit dem E310 Propulsion Fliegt man schnell, reduzieren sich die Flugzeiten, die letztlich aber auch gewichtsabhängig ist.

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DJI Propulsion E310 Leistungsaufnahme: Schweben/langsamer Flug. Um 210W (15,6A/11,1V), knapp 1600g Startgewicht (5-8 W benötigt das ZENMUSE Gimbal, welches auch die GoPro lädt) Die Zacken im Diagramm bilden Verbrauchsschwankungen durch Höhen-,Lage- und Positionskorrekturen der A2, auch Verwirbelungen ab. Die DJI Angabe von 350g/Achse Startgewicht (1400g /Quad,2100g Hexa) erscheint extrem konservativ, denn im Test wurden auch bis zu 500g/Achse problemlos auch zügig bewegt. Die Kopierer würden nicht zögern, auch Tabellen mit 600g zu erstellen. Besonders dreist Warm wurde nur die ZENMUSE GoPro Aufnahme. Für sehr lange Flugzeiten, um deren Ermittlung es hier aber nicht ging, bieten sich indes aus bekannten Gründen 4s Batterien an, die für das E310 Set mit 9450 von DJI ebenso ausdrücklich empfohlen werden.


Anmerkungen, Schlussfolgerungen

Die beschriebenen Untersuchungen genügen in Hinblick auf Methodik und zur Verfügung stehende Hilfsmittel keineswegs wissenschaftlichen Ansprüchen. Prinzipbedingt sind Messungen mit den verwendeten Hilfsmitteln fehlerbehaftet, und es war unmöglich, homogene Vergleichsflüge anzustellen. Da aber sämtliche Versuche mehrfach wiederholt wurden, und im Ergebnis sehr ähnlich waren, genügt deren Betrachtung dennoch für einen relativen Vergleich, der folgende Schlussfolgerungen zuläßt :

1. Das E310 Propulsion System ist völlig problemlos für 450g Schub/Achse geeignet. Das andere Betriebsbedingungen, als die vom Hersteller empfohlenen (z.B. Erhöhung Startgewicht) zu erhöhtem Verschleiß führen , sollte aber klar sein.

2. Die 20A E420S ESC sind mit selbst für den Betrieb mit 4s mehr als ausreichend dimensioniert.

3. Die Fertigungsqualität der E310 Motoren ist sichtbar besser als die der Vorgänger, was auch die Lebensdauer verlängern wird. Ein Effizienzgewinn zu den Vorgängern war aber in den niedrigen Gewichtsklassen nicht signifikant. Im Betrieb ist aber klar, dass der neue Antrieb agiler ist und eine höhere Payload verträgt, ohne die Reserven anzugreifen. Die Geräuschentwicklung ist reduziert.

4. Der E310 9450 Propeller ist ein sehr gutes Produkt und macht im Vergleich zu früheren DJI Propellern sehr deutlich, worin das primäre Geheimnis der langen Flugzeiten der Phantom Vision Modelle besteht. Auch der Phantom 1.xx und andere Copter, bei denen es sinnvoll oder möglich ist, nur kleinere Propeller bis 9,4“ (24cm) zu verwenden, profitieren in Hinblick auf die Flugzeiten. Nicht nur die: Wer auf der F450/F550 Klasse noch 8045 oder 1045 bzw. deren Kopien verwendet, sollte ebenfalls umsteigen.

5. Die Handhabung des 9450 ist sehr komfortabel: Die werkzeugfreie Montage ist einfach und sicher, der Propeller kann direkt Out of the Box betrieben werden, da statisches Wuchten entfällt.


Preise / Kommentar

E300 Quad Set (4 Motoren, ESC, 8 Propeller, USB Interface, Toolbox ) 169 EUR

E300 Hexa Set (6 Motoren, 6 ESC,10 Propeller, USB Interface, Toolbox) 230 EUR (Straßenpreis)

Kommentar: Die Preisgestaltung der E310 Sets dürften Marktbegleiter und deren Händler erneut beunruhigen: Legt man 5€ für das 9450 Propeller CW/CCW Paar ( Marktpreis Phantom 2 Version in weiß) 8€ für die LED und 16,90€ für die Toolbox (UVP inkl. Verteiler, Schrauben und Schlüsseln) zugrunde, ist der Preis für Motor und ESC bemerkenswert niedrig: 28€ schon beim Quad liegen unter dem Preis, den man früher fast für ESC oder Motor einzeln bezahlen musste bzw. beim wertigen Wettbewerb immer noch muß.
Selbst wenn das DJI Kalkulationsmodell früher darin bestanden haben könnte, über das günstige Set sehr viele, der zwar überaus praktischen, aber nicht billigen Propeller zu verkaufen:Heute kostet das Paar nur noch 5€ im Ersatz.. Auch lassen die E420S ESC die Verwendung älterer E300 und 2212 Motoren zu. Daher wird der Setpreis auch diejenigen Kunden berühren, die DJI Motoren und ESC bislang nur aus Erzählungen kennen. Man ahnt : Schon Zerlegen kann sich lohnen. Das müssen auch die Marktbegleiter gedacht haben, denn nach dem Erfolg des E300 Sets kamen diverse Kopien auf den Markt. Diese waren aber entweder teurer oder erheblich schlechter gefertigt.


Gesamtfazit

Das E310 Propulsion Set ist ein hervorragendes Komplettpaket für Quadro- oder Hexacopter der benannten Gewichtsklassen, insbesondere für Einsteiger, denen es schwer fällt, sich im unüberschaubaren Dickicht möglicher ESC/Motoren/Propeller Kombinationen zurechtzufinden. Das Flashen der Regler (z.B. mit SimonK oder BLHeli) entfällt, die Montage ist einfach und der Betrieb problemlos. Die Verarbeitungsqualität wurde selbst im Vergleich zu den schon guten Vorgängern nochmals sichtbar verbessert. Augenscheinlich ausgereifte, homogene Großserienqualität, die Zuverlässigkeit erwarten lässt.

Die Physik wird aber auch von neuer Technik nicht vollständig überlistet. Flugzeitrekorde werden mit den besprochen Propellergrößen und 960KV Motoren erwartungsgemäß nicht aufgestellt, beim Wettbewerb auch nicht. Der muß sich aber richtig bemühen, ein ähnlich gut verarbeitetes Produkt in dieser Preisklasse abzuliefern. Freilich müssen sich bisherige Nutzer der E300 Sets nicht um Entsorgung bemühen, insbesondere für leichtere Copter besteht keine Notwendigkeit. Sobald aber die 350g Grenze überschritten wird, ist das neue E310 Set im Vorteil, dank großer Lager und stabil verpackter ESC verlockend langlebig zudem .

Kein Zweifel : Für Heavyloader der kleinen Klassen, Neuaufbauten, Neueinsteiger und verschleißbedingten Teilersatz ist das E310 Propulsion Set, insbesondere in Zusammenhang mit dem attraktiven Preis, erste Wahl seiner Klasse . Tatsächlich primus inter paris.

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Hier eine weitere Möglichkeit die Enden des Koaxial Kabels professionell vorzubereiten.
Eine ausführliche Beschreibung findet ihr hier: viewtopic.php?f=38&t=18

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Anstelle unter den Armen, kann man die LED Module auch vorne an den Schrägen der Kleinen Standfüßchen befestigen.
Ob vorne oder darunter ist letztendlich Geschmackssache.


Quellen:

http://www.dji.com/product/e310

Manual (Englisch)

http://download.dji-innovations.com/...al_v1.0_en.zip

Download Assistant und Treiber

http://www.dji.com/product/e310/download

Propulsion Thread auf RCG

http://www.rcgroups.com/forums/showthread.php?t=2046097


Vorstehende Betrachtung beschreibt lediglich die persönliche Sicht des Autors. Fehlerfreiheit und Vollständigkeit werden nicht geboten. Es wird empfohlen, sich ausführlich in den Foren und bei DJI zu informieren. Wie immer dürfen sämtliche Bilder des Beitrags und Textpassagen kopiert und auch an anderer Stelle für private Zwecke verwendet werden. Die Nutzung für Auktionshäuser ist aber untersagt.

Mein Dank geht insbesondere an gervais, für die Erlaubnis, seine Bilder und Textpassagen verwenden zu dürfen.



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